Cortisol - das Stress Hormon

Cortisol Hormone - Definition

Das Hormon Cortisol gehört zu den Glukokortikoid-Hormone. Cortisol ist das wichtigste Glukokortikoid-Hormon. Der Begriff Glukokortikoid-Hormone bezeichnet all jene Hormone, die in der Nebennierenrinde hergestellt werden und die definierte Wirkungen auslösen: Die Bezeichnung Glukokortikoid-Hormone ist kommt einerseits von ihrer Wirkung auf den Blutzucker (die Glucose), den sie erhöhen, andererseits von ihrer Produktionsstätte, die in der Rinde (lateinisch cortex) der Nebenniere liegt.
Antagonisten (Gegenspieler) des Cortisol sind DHEA und Melantonin.
Cortisol ist wichtiger Antagonist des Insulins in Bezug auf den Kohlehydratstoffwechsel.
Durch Stress (Dis- Stress und Eu- Stress) kann Cortisol erhöht sein oder Cortisol zu hoch sein.
Ein ausgeglichener Cortisol-Spiegel kann durch die Einnahme eines Präparates das Vitamin C, Vitamin B, Magnesium, Chrom und bestimmte Aminosäuren enthält, unterstützt werden.
Cortisol Hormone - Kurzübersicht
Cortisol ist das wichtigste Stress Hormon, dass bei physischen oder psychischen Belastungen ausgeschüttet wird. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet. Im Cortex der NNR (äusseren Schichten der NNR) werden Hormone wie Cortisol oder DHEA produziert. Cortisol wird größtenteils aus dem mit über die Nahrung aufgenommenem Cholesterin synthetisiert.
Bei erleben eines Stress - Momentes wird sofort Adrenalin ausgeschüttet, jedoch auch sehr schnell wieder abgebaut. Erst im Anschluss (der gesammte Freisetzungsvorgang kann fünf Minuten dauern) wird Cortisol freigesetzt.
Die eigentliche Cortisol wirkung besteht dann darin dass es den Blutzuckerspiegel erhöht und dem Körper und Geist wieder Energie zuführt. Cortisol wird sehr viel langsamer abgebaut als andere Stress Hormone wie z.B. Adrenalin.
Cortisol Hormone - Wie wird das Hormon Cortisol produziert?
Das Hormon Cortisol wird in der Nebennierenrinde unter dem Einfluss des Gehirns (Hypothalamus) und der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gebildet. Cortisol wird auf Vorrat gebildet, und zwar vorwiegend in der zweiten Nachthälfte.

1. Der Hypothalamus schüttet bei Bedarf (z.B. Stress, physische oder psychische Belastungen) ein Pre-Hormon, das sog. CRH (Corticotropin-Releasing-Hormone) aus.
2. Das CRH wiederum setzt über die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) ACTH frei (adrenocorticotropen Hormon).
3. ACTH wirkt dann auf die Nebennierenrinde und löst dort die Herstellung und Freisetzung von Glukokortikoiden (u.A. Cortisol) aus.
Cortisol Hormone - Tageszyklischer Verlauf
Cortisol wird bei einem gesunden Menschen in der zweiten Nachthälfte produziert.
Damit steht dann das Hormon Cortisol morgens zwischen 6 und 8.oo Uhr in maximaler Konzentration dem Menschen zur Verfügung, um bei den täglichen Belastungszuständen (Beruf -> Stress) den Körper mit Nährstoffen zu versorgen.
Im weiteren Verlauf des Tages jedoch fällt die Hormon-Konzentration von Cortisol fast linear ab.
Gegen Nachmittag ergiebt sich nochmals eine kleine Spitze. Das Minimum des Cortisol-Spiegels ist Abends erreicht, die Reserven sind dann aufgebraucht. Lediglich in Belastungssituationen steigt der Cortisol - Spiegel kurzfristig nochmals an: Das Cortisol erhöht sich.
Trotzdem das Alter keinen Einfluss auf die tägliche Cortisol-Produktion hat, kommt es häufiger zu gesteigerter Stress - empfindlichkeit mit erhöhten Cortisol-Ausschüttungen. Ursächlich hierfür könnte die im Alter mangelnde Bewegungs-und Sportneigungen sein, aber auch oftmals GABA-Mangel
Cortisol Hormone - Wie wirkt das Hormon Cortisol ?
Die Cortisol Wirkung zeigt sich in zwei Extemen: Cortisol zu hoch und Cortisol zu niedrig
Die häufigste Cortisol Wirkung ergiebt sich durch ein gesellschaftliches Problem: Leistungsdruck - gerade bei immer jüngeren Menschen!
Daher ist die häufigste Stress -Krankheit durch die Cortisol Wirkung "Cortisol zu hoch" der so genannte chronische Stress.
Bei chronischem Stress ist Cortisol erhöht
Aus chronischem Stress kann sich je nach nicht-behandlung oder nicht-beachtung der Stress Problematik ein permanenter Hypercortisolismus (z.B. Depression) oder ein Hypocortisolismus (z.B. Burn Out) entwickeln
Die wichtigsten Cortisol Wirkung sind:
- Cortisol steigert die Blutzuckerproduktion
- Cortisol erhöht den Eiweißabbau
- Cortisol sorgt für die Bereitstellung von Aufbau-und Nährstoffen während Belastungssituationen
- Cortisol wirkt Entzündungenshemmend
- Cortisol stabilisiert den Blutzuckerspiegels während Hungerperioden (Fasten)
- Cortisol unterdrückt immunologische Vorgänge
- Cortisol aktiviert den Stoffwechsel
- Cortisol sorgt für Energiebereitstellung
- Cortisol aktiviert die Lipolyse
- Cortisol ist temperatursteigernd
- Cortisol sorgt für emotionale und kognitive Aktivierung
- Cortisol wirkt schmerzhemmend
- Cortisol hemmt die Wachstumshormonachse
- Cortisol hemmt die Immunabwehr
- Cortisol blockiert die unspezifische Immunabwehr
Ein hoher Cortisol - Spiegel erfordert daher ein striktes Umdenken: Sinnvoller Wechsel zwischen Aktivität und ruhiger Betätigung.
Mehr Bewegung, Planung von Entspannungsphasen, Erlernen von Entspannungstechniken, Gesunder Schlaf unter
Berücksichtigung des Biorhythmus
Auch leichte sportliche Aktivitäten wie Treppensteigen, kurze Wege zu Fuß oder Fahrrad fahren dienen dem Stressabbau.
Cortisol Hormone -
Warum sollte man das Hormon Cortisol messen ?
Der Wert des Hormon Cortisol wird bestimmt bei:

- Übergewicht
- Diabetes
- Osteoporose
- Hautveränderungen
- Immun-Defekte
- Depression
- akuter Stress
- chronischer Stress
- Burn Out
- Fatigue /CFS
- Erschöpfung
- Fibromyalgie
- PTDS (posttraumatische Stress-syndrom)
- OAS (Overtrained Athlete Syndrome)
- SAD / Saisonal Affective Disorder (Winterdepressionen)
- Adipostitas
- Verdacht auf Cushing-Syndrom
- Verdacht auf NNR-Insuffizienz
weitere Symptome:
- Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
- Muskel und Gelenkschmerzen
- Blutdruckabfall, Fieber, Bewusstseinseinschränkungen (Schläfrigkeit bis Koma)
- Gewichtsverlust, Schwäche,
- auffällige Hautpigmentierung (Handflächenfalten, Fingerknöchel) oder Verfärbung in der Mund-schleimhaut (bläulich-schwarz)
- Niedriger Blutdruck und Schwindel
- trockene und juckende Haut
- verminderte Achsel- und Schambehaarung
Cortisol Hormone -
Cortisol Wirkung
Cortisol zu hoch
- Infektanfälligkeit
- Adipositas
- Neigung zur Fetteinlagerung
- Übergewicht
- Osteoporose
- Depression
- Muskelschwäche
Ein hoher Cortisol - Spiegel erfordert daher ein striktes Umdenken: Sinnvoller Wechsel zwischen Aktivität und ruhiger Betätigung.
Mehr Bewegung
Planung von Entspannungsphasen
Erlernen von Entspannungstechniken
Gesunder Schlaf
Berücksichtigung des Biorhythmus
Auch leichte sportliche Aktivitäten wie Treppensteigen, kurze Wege zu Fuß oder Fahrrad fahren dienen dem Stressabbau!
Cortisol zu niedrig
Der im Tagesverlauf eher niedrige Cortisol -Spiegel kann auf eine reduzierte Syntheseleistung der Nebenniere hinweisen und durch falsche Steuerung durch den Hypothalamus und die Hirnanhangsdrüse bedingt sein. Ein niedriger Cortisol-Spigel kann zu Beeinträchtigungen des Stoffwechsels sowie zu immunologischen Regulationsstörungen führen. Cortisol Mangel führt zu Mattigkeit, Antriebsschwäche, Entzündungen und Störungen der Immunfunktion. Cortisol Mangel ist auch eine Folge zu langer Stress Belastung, fast regelmäßig bei Burn out Syndrom zu beobachten.
Cortisol: Warum sollte man Cortisol Stress Hormone aus dem Speichel bestimmen?
Die Hormon-Diagnostik aus dem Speichel (Saliva) bietet besonders bei Steroidhormonen wie Cortisol gegenüber der Bestimmung aus dem Blut zahlreiche Vorteile:
Die Cortisol Hormonbestimmung aus dem Speichel ist aus labormedizinischer Sicht besonders aussagefähig, da gezielt der biologisch aktive, freie und ungebundene Teil der Cortisol Hormone ermittelt wird. Im Blut bzw. Serum sind 95% der Hormone an Carrierproteine gebunden und liefern deshalb weniger reproduzierbare Messwerte!
Einzelne Cortisol Messungen sind absolut nicht sinnvoll: Da Cortisol einem typischen Tagesverlauf folgt ergeben erst mehrere Messzeitpunkt ein wirklich schlüssiges Bild auf die Beschwerdeformen Cortisol erhöht, die Extrema Cortisol zu hoch oder Cortisol zu niedrig: Allein aus diesem Grund bietet sich der Hormonspeicheltest als Ideal an!
(1) Die Probenentnahme ist nicht-invasiv, schmerzlos und kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jedem Ort erfolgen.
Dadurch werden dem Patienten Stress - Momente erspart, wie sie z.B. durch eine Blutabnahme mit der Nadel ausgelöst
werden. Hormonausschüttungen, ausgelöst durch Stress wie es bei einer Blutentnahme vorkommt, verzerren überdies ein
genaues Bild des Hormonstatus bei der Analyse.
(2) Durch die örtliche Unabhängigkeit der Probenentnahme wird der Arzt entlastet
(3) Die Proben aus dem Speichel sind problemlos über Wochen hinweg haltbar.
(4) Die Probenentnahme kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt und jedem Ort erfolgen. Dies ermöglicht im Speziellen eine
Beurteilung zirkadianer Rhytmen, wie z.B Cortisol Bestimmungen im gesamten Tagesverlauf.
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