Östriol - Hormone
(Wechseljahre Beschwerden und Menopause)
Östriol Hormone - Was ist das eigentlich?

Östriol Hormone - die Hormone in der Schwangerschaft

Östriol Hormone - die Hormone und die Schleimhaut
Das Hormon Östriol wird auch als das "Schleimhautestrogen" bezeichnet, denn es baut die Schleimhäute (Nase, aber auch Scheide, etc) auf und sorgt für deren Erhalt. Wie das Estradiol selber fördert es das Wachstum und die Durchblutung der Schleimhaut - Trockenheit und andere Beschwerden verschwinden, und die Schleimhaut wird widerstandsfähiger gegen Bakterien und Infektionen. Dadurch werden die Schleimhäute weniger Anfällig für Bakterien und Keime (Juckreiz). Obwohl Östriol nur ein schwaches Estrogen ist, reicht seine Wirkung schon aus, um atrophische („zurückbildende“) Erscheinungen bei Blase, Harnleiter, Harnröhre, Scheide und Penis deutlich zu bessern. Wechseljahre Beschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen werden durch Östriol ebenfalls sehr positiv beeinflusst.
Estriol (Östriol) Hormone, Wechseljahre und die Menopause
Nach der Zeit der Wechseljahre, genauer in der Post-Menopause (also die zweite Hälfte der Menopause) geht die Estrogenproduktion im Körper zurück, um sich wieder Ihrem natürlichen Niveau des Progesteron Hormon anzugleichen. Ist dies geschehen erleben sowohl Frau als auch Mann keine Beschwerden mehr. Bis es jedoch soweit ist, stellt der Körper seine Hormon Produktion um: Progesteron ist zu diesem Zeitpunkt schon lange abgefallen, Östriol und Estradiol ziehen nun nach. Das sensible Mischungsverhältnis der beiden Hormone Östriol und Estradiol liegt im Körper bei 20:80.
Durch die "gestörte" Hormon Produktion ausgelöst durch den Rückgang der Hormone wird dieses sensible Mischungsverhältnis verletzt: Nun ist das Hormon Estradiol weitaus wirksamer als das Hormon Östriol - schon bei kleinsten Schwankungen im Hormon - Haushalt kann es seine dominante Wirkung entfalten, auch wenn es im Mengenverhältnis weniger oft vertreten ist als das Hormon Östriol. Die Folgen sind Beschwerden in den Wechseljahre und der Menopause.
Mangelzustände - Wechseljahre Beschwerden und die Menopause
| Bereich | Estrogen - / Östriol Mangel (eher "später" ab der Peri- Menopause) |
| körperlich | Schlafstörungen Schmerzen beim Eisprung Hauttrockenheit trockene Scheide |
| Psyche | empfindlich weinerlich depressiv |
| oft gemeinsam mit Progesteronmangel | Hitzewallungen, Kopfschmerzen Gewichtszunahme Schmerzen bei der Periode |
Östriol Hormone - Wann sollte man die Hormone messen?
Die Bestimmung der Hormone Östriol und Estradiol wird veranlaßt bei Symptomen wie- Ziehen im Becken
- auffallende Vaginalblutungen
- Störungen im Menstruationszyklus
- zu frühe oder zu verzögerte Entwicklung der Geschlechtsorgane (Männer und Frauen)
- Wechseljahre und Menopause Beschwerden
- Hitzewallungen
- nächtl. Schwitzen
- Schlafstörungen

Östriol Hormone - Die Mischung machts!
Das körpereigene "Mischungsverhältnis" zwischen den Hormone Östriol und Estradiol liegt bei etwa 80:20. Ist dieses Verhältnisgestört überwiegt die Wirkung das weitaus wirksameren Hormon Estradiol. Auch in diesen Fall spricht man allgemeinhin von einer Estrogendominanz, genauer sollte man dieses Ungleichgewicht jedoch bezeichnen als eine "Estradiol-Dominanz". Estradiol ist das Hormon das die Zellen (Brust, Gebärmutter, etc) zum Wachstum anregt - leider auch manchmal Tumorzellen. Anhand dieses 80:20 Mischungsverhältnisses sowie einem speziellen Quotienten aus Estradiol, Östriol Hormone und Estron lässt sich das estrogene Tumrorisiko abschätzen: Ein wichtiger Hinweis also für alle Menschen unter Hormon Ersatztherapie mit Estrogenen.
Östriol Hormone - Wirkung
(zu) viel Östriol Hormone

- normale verlaufende Schwangerschaft
- Pubertas praecox (vorzeitige Pubertaet)
- Tumore an den Eierstoecken, der Hoden, der Nebenniere
- Leberzirrhose
(zu) niedriger Östriol Hormon Spiegel :
- Trockene Schleimhäute
- Juckreiz, Infektionen
- Gereizte Blase, Schmerzen beim Wasserlassen
- vermehrte Urinausscheidung und gesteigertes Durstgefühl mit vermehrtem Trinken
- Hypopituitarismus (Hypophyseninsuffizienz)
- Ausbleiben der Pubertät, Minderwuchs
- Fettsucht durch Verlangsamung des Fettstoffwechsels
- Hodenunterfunktion
- Nach der Menopause
- Bei ausbleibender Schwangerschaft
- Schwangerschaftsübelkeit („Gestose“)
- POS (Syndrom der polyzystischen Ovarien)
- Magersucht, Unterernährung
- Plazentainsuffizienz
- Extremes Ausdauertraining
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- vermehrte Eiweißausscheidung (Proteinurie)
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Diabetes Mellitus
- Sauerstoffmangel im Gewebe
- Bewusstseinstrübungen bis hin zur Ohnmacht, Atemnot oder Muskelschwäche
Östriol Hormone im Speichel testen

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