Dopamin - Hormone

Hormone und Dopamin: Was ist Dopamin?

Was ist Dopamin? Die Dopamin Hormone sind Hormone und gleichzeitig Neurotransmitter (Botenstoffe), die Impulse (Informationen) zwischen Nervenzellen, den Hirnzentren und dem Immunsystem weiterleitet. Die Dopamin Hormone übermitteln aber auch Signale vom Gehirn an die Muskeln. Ein Mangel an Dopamin Hormone oder besetzten Dopamin -Rezeptoren im Gehirn ist z.B. mit ursächlich für das große Zittern am Morgen nach einer Feier "im Namen Bachus" - aber leider auch für die Parkinson´sche Krankheit (Schüttellähmung).
Das Hormon Dopamin ist die Vorstufe der Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Dopamin ist ein extrem wichtiges Hormon zur Regulierung der körperlichen und seelische Aktivität: Volksmundlich wird das Hormon Dopamin neben Serotonin auch als eines der Glücks- Hormone bezeichnet, da es u.A. bei schönen, intensiven Erlebnissen ausgeschüttet wird.
Hormone und Dopamin: Wo und wie wird Dopamin gebildet?
Das Hormon Dopamin ist ein Zwischenprodukt in der Umwandlung ("Biosynthese") von der Aminosäure Tyrosin bzw Phenylalanin nach Adrenalin. Dabei ist die ausreichende Verfügbarkeit von Folsäure, Vitamin B6 und B12 essentiell! Die Dopamin Hormone werden in einer speziellen Gehirnstruktur, der "Substantia Nigra" (eine spezielle Nervenzellenansammlung im Hirnstamm), gebildet. Daher findet man dort auch das größte Vorkommen von Dopamin Hormone. Zur exakten Beschreibung der Biosynthese der Dopamin Hormone lesen Sie bitte auch unter : Biosynthese.
Hormone und Dopamin: Wie wirkt Dopamin?
Das Hormon und Neurotransmitter Dopamin ist unglaublich vielseitig: Es ist an Prozessen der Motorik, der Denk-und Wahrnehmungsfähigkeit beteiligt und spielt auch bei anderen hormonellen Vorgängen wie z.B. der Schwangerschaft eine maßgebliche Rolle!
Dopamin als Neurotransmitter reguliert die Durchblutung einiger innerer Organe. Die Dopamin Hormone werden für die lebensnotwendigen Steuerungs- und Regelungsvorgängen bestimmter Organe benötigt.

Eine weitere sehr wichtige Aufgabe der Dopamin Hormone ist die Befehlsübermittlung vom Gehirn und des Nervensystems an die Muskulatur: Dopamin steuert so die Motorik und die Koordinationsfähigkeit.
Aber auch auf Psyche, Geist und Gedächtnis hat das Hormon Dopamin großen Einfluß:
Dieses Hormon stärkt die Konzentration, die Motivation und die geistige „Wachheit“.
Hinweise auf einen möglichen Dopamin Hormone -Mangel sind überdies äusserst ernst zu nehmen: Das RLS (Restless Leg Syndrome), also das Problem der "unruhigen Beine" z.B. wird von einer gestörten Dopamin -Freisetzung in der substantia nigra (im Hirnstamm) ausgelöst.
Im Extremfall führt der Mangel an Dopamin Hormone im Gehirn zum Parkinson-Syndrom ("Schüttellähmung").
Hormone und Dopamin: Dopamin erhöht die Aufmerksamkeit !

Die Dopamin Hormone können die kognitive Wahrnehmungsfähigkeit deutlich zu steigern: Egal ob wir zu Mittag essen, Auto fahren oder einfach nur "da sitzen": Ständig nimmt unser hochleistungs-Organ "Gehirn" Eindrücke, Gefühle, Empfindungen, etc auf und sortiert diese in "überlebensnotwendig" (z.B. Autofahren: Entfernungen und Geschwindigkeiten abschätzen), in wichtig (z.B. beim Kochen und Abschmecken: "Jetzt ist genug Salz in der Suppe, sonst versalze ich sie!") und in unwichtig, also Informationen die wir automatisch aussortieren müssen, denn sonst überlasten wir unser Gehirn. Diese Informationsverarbeitung findet in den Vorderhirnlappen statt, wobei die Dopamin Hormone für die optimale Reizweiterleitung (Information = Reiz) sorgt.
Bei Dopamin Hormone -Mangel z.B. können Reize, also Informationen nicht vollständig übermittelt werden. Bei Krankheitsbildern wie z.B Alzheimer steht ein Mangel an wirksamen Dopamin -Rezeptoren fest.
Aber auch Krankheitsformen wie AD(H)S in Verbindung mit diversen Vitamin- und Mineralstoffmängel gehen mit einem Dopamin -mangel einher.

Ein "normaler" Mensch nimmt von der ständig auf Ihn einströmenden Informationsflut nur ca. 10% bewusst war - die anderen 90% davon werden unbewusst registriert, aber alle davon in unserem Gedächtnis gespeichert. Angenommen wir müssten nun auf einmal mehr als diese 10% bewusst nach "wichtig" und "unwichtig" bewerten stünden die meisten Menschen kurz vor einem "Nervenzusammenbruch".
Wenn der Informationsverarbeitungszwang dann immer noch mehr wird, wird der Mensch vollständig überbelastet mit ernsthaften Folgen für die geistige und seelische Gesundheit: Psychosen können entstehen.
Es ist sicher das die Gegenspieler der Dopamin Hormone (sog. Dopamin -Antagonisten) bei der Behandlung von Psychosen sehr wirkungsvoll sind, denn sie verhindern das "andocken der Dopamin Hormone an den Dopamin -Rezeptoren und damit dessen Wirksamkeit.
Hormone und Dopamin: Dopamin und die Schwangerschaft
Oftmals geht ein unerfüllter Kinderwunsch mit einer vermehrten Ausschüttung des Hormon Prolaktin einher. Dopamin hemmt Prolaktinausschüttung! Die Dopamin Hormone gelangen über das Blut zur Hypophyse ("Hirnanhangdrüse"), wo sie die Freisetzung von Prolaktin hemmen. Dadurch kann eine Kinderlosigkeit, ein "unerfüllter Kinderwunsch" aufgrund erhöhter Prolaktinausschüttung durch den Einsatz der Dopamin Hormone ausgeschlossen werden.
Beschwerden bei unausgeglichenen Werten der Dopamin Hormone
Dopamin erhöht
Bei dauerhafter, intensiver Dopamin - Ausschüttung , durch chronischen Dopamin Exzess also, kann die Wirkung auf den Körper wie folgt sein
- die Dopamin Hormone wirken im Exzess prooxidativ und neurotoxisch
- es stellt sich eine zentrale Fatigue (Erschöpfung, Müdigkeit) ein
- Dopamin Hormone erhöhen den oxidativen Stress und schädigt Nervenzellen
Dopamin Hormon (zu) niedrig

- Konzentrationsstörungen
- Vergesslichkeit
- Aufmerksamkeitsdefizite (ADS)
- Tagesmüdigkeit
- Motivationsverlust
- Selbstzweifel
- Depression
- Libidoverlust
- Bewegungsstörungen
- Interessenslosigkeit
Im Alter fällt die Syntheseleistung der Dopamin Hormone ab, auch die Anzahl der Dopamin Rezeptoren nimmt ab. Als Folge dieses Verlustes steigt die Gefahr eines chronischen Dopamin Mangels.
Eine Extremform von massivem und vorzeitigen Verlust von Dopamin -Rezeptoren sowie Einschränkung der Dopamin Synthese ist z.B. die Parkinson´sche Krankheit.
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