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Sitzen setzt dem Kreuz zu

Wer täglich im Büro arbeitet, sollte Rückenbeschwerden vorbeugen

(djd/pt). Sie verbringen den ganzen Tag vor dem Rechner oder im Meeting: Menschen, deren Alltag von einem Bürojob bestimmt wird, sitzen nicht selten zehn Stunden täglich. Aktive Bewegungen sind dabei eine Seltenheit, die muskuläre Belastung ist einseitig. Das geht nicht spurlos an den Betroffenen vorüber. Eine dauerhafte Fehlhaltung zieht eine Überlastung der Muskeln nach sich. Sie verkrampfen und verhärten. Die damit verbundenen Schmerzen lösen eine Kettenreaktion aus: Weitere Muskelgruppen werden angespannt, um die schmerzhaften Muskelbereiche zu entlasten, und verkrampfen mit der Zeit ebenfalls. Stress, Hektik und Angstreaktionen können diesen Prozess außerdem verstärken.

Öfter mal aufstehen

Als Folge von Fehlhaltungen und Verspannungen können sich Rückenprobleme bemerkbar machen, die nicht selten chronisch werden und die Lebensqualität der Betroffenen massiv beeinträchtigen (Informationen und Tipps unter www.special-rueckenschmerz.de). Damit es erst gar nicht so weit kommt, raten Experten, Ausdauersport zu treiben, möglichst viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen und lieber mal die Treppe anstelle des Fahrstuhls zu benutzen. Auch die Schreibtischarbeit kann so eingerichtet werden, dass immer wieder Bewegungen die gewohnte Sitzhaltung unterbrechen. Arbeitsgeräte wie Drucker oder Kopierer sollten aus dem bequemen Greifraum am Schreibtisch entfernt werden. Zudem sollten Betroffene regelmäßig Übungen zur Lockerung und Dehnung des Rückens sowie Knie- oder Rumpfbeugen in ihren Büroalltag integrieren.


Behandlungsziel definieren

Bei anhaltenden Rückenproblemen ist nach Ansicht von führenden Schmerztherapeuten eine multimodale Behandlung ratsam, die neben schmerzlindernden Medikamenten ein vorsichtiges Bewegungstraining sowie bei Bedarf auch Elemente einer Verhaltenstherapie umfasst. Nach den Erfahrungen von Dr. Thomas Cegla hat sich in der Praxis der Einsatz von muskelentspannenden Präparaten bewährt. Sie unterstützen die körpereigene Schmerzabwehr, indem sie den erhöhten Muskeltonus normalisieren und die Überempfindlichkeit der Nervenzellen dämpfen. Aus Sicht des Wuppertaler Schmerzexperten können dafür Präparate mit dem Wirkstoff Flupirtin wie beispielsweise Trancolong eingesetzt werden.Um die Patienten zu dauerhafter Aktivität zu motivieren, setzt Dr. Cegla darüber hinaus auf intensive Aufklärung: "Wichtig ist es, gemeinsam mit dem Patienten das Behandlungsziel zu definieren und unrealistische Erwartungen zurechtzurücken." Denn bis jahrelang aufgebaute chronische Schmerzen verschwinden, heißt es erst einmal, durchzuhalten.

 

--- Daten und Fakten ---

 

Gute Rückenhaltung

Von großer Bedeutung ist eine gesunde Rückenhaltung am Arbeitsplatz. Optimal ist eine aufrechte Sitzposition, die durch einen Bürosessel mit einer hohen, bis zum Kopf reichenden, leicht nach hinten geneigten Lehne erreicht wird. Die Sitzfläche sollte gerade oder leicht nach vorn geneigt sein und der Rücken von der Lehne gestützt werden. Die Höhe der Sitzfläche ist optimal so eingestellt, dass beide Füße auf dem Boden stehen und die Knie einen 90-Grad-Winkel bilden. Entsprechend sollte die Höhe des Schreibtisches eingestellt sein.

Fotos: djd/Trancolong